Copyright: Narrengericht Grosselfingen                                                                                              Impressum  Copyright Narrengericht Grosselfingen                                                                                           Impressum Home Fasnachtsspiel Figurenvielfalt Aus der Geschichte Bruderschaft Galerie Vorstandschaft ...in den Medien Figurenvielfalt
Die Hanswurste gehören zu den sogenannten Gassenrollen die sich nicht der strengen Ordnung des Narrenzuges unterordnen und tragen ein aus bunten, farbenreichen  Stofffetzen zusammen genähtes Narrenhäs mit großem weißen Kragen und langen Fransen um die Hüfte. Weiter tragen sie als Kopfbedeckung einen bunt gestreiften Spitzhut ohne Rand. An dessen Spitze thront eine Kordel. Als Zepter schwingen sie ein Kochlöffel. Sie setzen sich im ganzen Narrenspiel immer wieder gut in Szene, vor Übertreibungen wird jedoch gewarnt. Dennoch dürfen und sollen die Hanswurste ruhig aus sich heraus gehen. Ein Teil von ihnen bleibt während des Spiel beim Narrenzug, der andere Teil ist bei den Gerichtssitzungen im Gerichtssaal. Sie unterhalten die beim Gerichtsgebäude stehenden Zuschauer zusammen mit den anderen Gassenrollen pausenlos mit allerlei lustigen Späßen. Wenn zum Tanz aufgespielt wird, was normalerweise öfters geschieht, wird in erquickender Weise mitgetanzt. EMail: Hanswurst@Narrengericht.eu
Die Geißelläufer sind weiß gekleidet, ihr Hemd ist auf Brust und Rücken mit bunten Bändern reich verziert. Ein mit Blumen besetztes Schappel ist ihr Kopfschmuck. Sie sind dem Zug steht voraus und kündigen die Ankunft desselben durch rhythmisches Knallen mit ihren kurzstieligen Peitschen an. Dadurch wird auch für den herannahenden Zug Platz geschaffen. Dem Ansagen des Stadtarrestes in Lokalen usw. sind die Geißelläufer dem Zugführer oder Platzmajor unterstellt. EMail: Geisellaeufer@Narrengericht.eu
Auch die Edelknaben und Stabläufer haben weiße Häser und tragen ein mit Blumen besetztes Schappel mit einem Spiegel an der Stirnseite. Als eine der bedeutungsvollsten Hauptfiguren des historischen Narrenspiels  versinnbildlichen die Stabläufer (zwischen 14 und 17 Jahren) und die Edelknaben (zwischen 10 und 13 Jahren) zusammen mit den Geißelläufern den Frühling und den Glanz des Venezianischen Reiches. Die Stabläufer tragen zusätzlich den rot- weiß gestreiften Stab des Lebens und des Friedens, an dessen oberen Ende eine Kugel aus Blumen befestigt ist. Beim Spiel zwischen Frühling und Winter, beim Tanz der Stabläufer mit den schwarzen Butzen auf dem Marktplatz, wird die große Symbolkraft dieser Figuren für das ganze
Narrenspiel noch einmal in besonderem Maße hervorgehoben. Die Stabläufer drehen sich im Marschtempo elegant im Kreise. Auch sind sie wie die Edelknaben, ihrem Korporal unterstellt und bilden beim Einführen des Gerichts vor dem Gerichtsgebäude ein Spalier. Sie haben aber noch ein ganz besonderes Privileg. Sie dürfen nämlich auch in höflicher und anständiger Form, vorausgesetzt, dass die Damen oder Mädchen es wünschen, diese elegant am Arm führen oder zum Tanze auffordern. Fremde Damen und Herren werden mit „ Sie“ angeredet, nur die Gasserollen sprechen ein robustes „Du“. EMail: Edelknaben@Narrengericht.eu EMail: Stablaeufer@Narrengericht.eu
Die Korporale/Zugführer sind ebenfalls überwiegend weiß gekleidet, als Kopfbedeckung dient Ihnen ein Zweispitz der längs getragen wird. Sie benehmen sich gegenüber den ihnen anvertrauten Personen in jeder Lage nur vorbildlich und sind dem Platzmajor unterstellt. Die Korporale/ Zugführer sind bei der Einteilung und Führung des Zuges behilflich, damit je nie eine Unordnung entsteht. EMail: Korporal@Narrengericht.eu
Die Zimmerleute. Als Vertreter alter Handwerkszünfte, treten in Aktion, wenn es die Umstände ihres Berufes entsprechend erfordern, zum Beispiel Bäume fällen und Barrikaden beseitigen. Sie tragen wie die anderen Handwerkszünfte Berufskleidung und die Wahrzeichen ihres Handwerks. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die Bergknappen zünden treppauf und treppab den Herrschaften eine Laterne an, hauptsächlich bei Tageslicht, damit die Damen ihre zarten Füße an keinen spitzen Stein stoßen. Sie tragen ebenfalls Berufskleidung. EMail: Info@Narrengericht.eu
Das Narrenrößle oder „Venedische Pferd“ mit seinem Reiter gehört zu den Rollen die sich außerhalb der Ordnung des Narrenzuges bewegen, mit schwarzem Umhang und Butzenkappe vermummt, reitet der Reiter ein aus Holz geschnitztes schwarzes Steckenpferd. Mit den sogenannten Gasserollen (Hanswurst, Wegräumer und Geiger) treibt das Narrenrössle mit seinem Reiter die übermütigsten Späße. Nicht immer gelingt es denen seinen schnellen Angriffen zu entkommen. So steht es immer im Mittelpunkt der Volkbelustigung. EMail: Info@Narrengericht.eu
Fahnenschmied und Stallmeister betreuen das Rößle. Sie sind somit symbolische Darstellung im Spiele. Als Werkszeug dienen ihnen ein Hämmerle sowie eine kleine Geißel. Sie sind auch diejenigen, die besorgt sind, dass dem Rössle nicht zu viel Flüssigkeit zugeführt wird und für den Fall, dass es lahm geht, schnell ein anderes gesattelt wird. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die Butzen gehören zu den auffälligsten Gestalten des Zuges. Sie und das Narrenrössle sind die einzigen vermummten Mitspieler. Sich zu „verbutzen“ bedeutete früher sich zu vermummen. Die Vermummung wie hier mit Stoff, gehört zu der ältesten Art dies zu tun. Mit ihren schwarzen Umhängen und der hohen Gesichtslarve, der sogenannten Butzenkappe, welche sie groß und mächtig erscheinen lässt, können sie furchterregend wirken. Die Butzenkappe ist mit bunten Blumen und Bändern reich besetzt. Die vielen über den Rücken wallenden bunten Bändern verleihen ihnen ein farbenprächtiges Aussehen. Die Butzen verkörpern im Spiel den Winter, die Pest und den Tod und bilden somit den Gegenpol zu den Edelknaben, Stabläufer und
Geißelläufern. Im Spiel gehören sie zu den Ordnungsfiguren, beim Aufmarsch des Narrenzuges durch das Dorf haben sie streng darauf zu achten, dass der Zug nicht mit anderen Personen vermischt oder dass mitgelaufen wird, denn der Zug muß frei sein von jedem Publikum. Auch darf niemand neben dem Zug laufen. Die Gäste können sich links und rechts an der Straße aufstellen. Beim „Auspritschen“ der verurteilten Delinquenten müssen die Butzen darauf achten, dass sie bei jedem Hieb die Schmerzensseufzer mitbrummeln. Wenn fremde Personen „gepritscht“ werden, brauchen die Klagetöne nicht angestimmt zu werden, sondern nur bei den Mitspielern. Als Zeichen der Versöhnung, beim Spiel zwischen Frühling und Winter tanzen die Butzen den historischen „Rutsch hin rutsch her“ mit den Stabläufern,  einer von mehreren Grosselfinger Narrentänzen. Die große Symbolkraft der Butzen als eine der Hauptfiguren im ganzen Narrenspiel, zusammen mit den Edelknaben und Stabläufern wird hierdurch nochmals besonders unterstrichen. Auch sind sie von alters her berechtigt einem jeden sein Gesicht anzuschwärzen, mit Ruß und Kohlen der „sein Weib hat geschlagen“. EMail: Butzen@Narrengericht.eu
Die Wegräumer oder Schützen gehören zu den Gassenrollen in ihren buntbefransten zottigem Häs und dem federgeschmückten Hut wirken sie schon in ihrem Äußeren recht belustigend. Mit großem Eifer erfüllen sie ihre Aufgabe, den Weg für den Narrenzug freizumachen. Aber natürlich närrisch handelnd, verrammeln sie dauernd den Weg mit allem erreichbaren Gerümpel. Sie lassen auch sonst keine Gelegenheit aus, das Publikum zu unterhalten, damit es den Gästen im Venezianischen Reich nicht langweilig wird. Als Werkzeug dient eine speziell geformte hölzerne Hacke, genannt „Haible“ mit rot- weiß gestreifte.n Stiel EMail: Gassenrollen@Narrengericht.eu
Trommler und Pfeifer (Spielmannszug) tragen schmucke Uniformen, rote Jacken mit weißen Kordeln verziert und weiße Hosen. Ihre Kopfbedeckung ist ein roter Tschako. Unter Stabführung des Tambourmajors spielen sie überlieferte Melodien aus früheren Jahrhunderten. Besonders hervorzuheben ist der bereits erwähnte "Rutschhin"-Tanz, der auch heute noch in Venedig (! ) aufgeführt wird. Diese Tatsache untermauert die venezianische Herkunft des Narrengerichts. Der "Rutschhin" wird von Butzen und Stabläufern vorgeführt, auch von Einheimischen wird er getanzt. Es werden jedoch auch noch weitere historische Melodien zum Narrentanz gespielt. EMail: Spielmannszug@Narrengericht.eu
Wenn endlich, nach Jahren ohne Narrengerichtsspiel sich der ganze Narrenzug, mit dem Fanfarenzug an der Spitze unter den Klängen des Marsches Kreuzritterfanfare, wieder vom Marktplatz durch die historische Marktgasse in Bewegung setzt, löst dies bei manchem gestandenen Narrenspieler starke Emotionen aus. Die Spielleute mit Fanfaren und Landsknechttrommeln mit Ihrem Tambourmajor tragen die gleiche Uniform wie die Trommler und Pfeifer vom Spielmannszug. Die Fanfarenwimpel zeigen das Wappen der Herren von Bubenhofen, der Stifter des ehrsamen Narrengericht zu Grosselfingen. Jeder wichtige Spielteil wird vom Fanfarenzug durch ein sogenanntes „Signal“ angekündigt. EMail: Fanfarenzug@Narrengericht.eu
Die Bäder in weißem Hemd, schwarzer Hose und blumengeschmücktem Schappel als Kopfbedeckung, zählen zu einer der ältesten Figuren im Spiel. Eine rote Schärpe hebt ihre Würde hervor. Narrenpritsche, Schere, Rasiermesser und Zahnzange sind ihre Ausrüstung. Alle diese Werkzeuge sind von etwas überdimensionaler Größe und aus Holz gefertigt. Mit dem von den Bädern vorgetragenen " Badverruf " werden Ordnungsregeln des Venezianischen Reiches verkündet. Auch obliegt den Bädern der Vollzug der "Leibesstrafen" , genannt die langen Gulden. Es ist daher verständlich, wenn ihnen die "Gassenrollen" mit größtem Respekt gegenübertreten. Den Delinquenten werden von ihnen beim öffentlichen " Auspritschen "Verfehlungen und Unterlassungen in Knittelversen vorgehalten. EMail: Baeder@Narrengericht.eu
Der Narrenvogt hat den höchsten Rang im venezianischen Reich. Er trägt eine schwarze Robe mit breitem weißen Schulterkragen, auf dem Haupt einen silberfarbenen Spitzhut mit Rand und ein Zepter mit dem Sommervogel. In Ausübung der höchsten politischen und richterlichen Gewalt, führt er bei den Gerichtverhandlungen den Vorsitz. Er verwaltet gleichermaßen das Ehrsame Narrengericht zu Grosselfingen selbst, so wie die Marienbruderschaft des ehrsamen Narrengerichts. Auf Ihm ruht die große Verantwortung, dass das Narrengericht streng gemäß den alten Statuten und Satzungen abgehalten und in guter Ordnung durchgeführt wird. Bei Versammlungen jeglicher Art führt er den Vorsitz und ist gemäß den Statuten mit einer großen „Machtfülle“ ausgestattet. Zum Vogt gewählt zu werden ist die höchst Ehre, die einem Mitglied des ehrsamen Narrengericht zu Grosselfingen überhaupt zuteil werden kann. EMail: Vogt@Narrengericht.eu
Die Pagen sind die jüngsten Mitspieler (zwischen 5 und 9 Jahren). An ihrem schwarzen Umhang mit breitem, weißem Schulterkragen und weißem Spitzhut ist ihre zukünftige Verantwortung um den Fortbestand des Narrengerichts zu erkennen. Als Ehrengeleite des Narrenvogts treffen diese sich vor dessen Haus und marschieren dann mit dem Zug mit. Bei der Begrüßungsansprache des Narrenvogts stehen sie mit gezogenen Holzsäbeln "Spalier" und warten folgsam auf die Weisungen des Vogts. Es ist den Pagen gestattet, sich im Gerichtsgebäude aufzuhalten, jedoch müssen sie während den Gerichtsverhandlungen brav sein. Als Anerkennung ihrer Dienste erhalten die Pagen als einzige Charge von der Bruderschaft einen Imbiss. EMail: Pagen@Narrengericht.eu
Zugführer und Platzmajor erscheinen in schmucker Offiziersuniform, blauer Jacke mit roter Brust, weißer Hose und Zweispitz in Längsrichtung. Der Degen unterstreicht ihre Funktion als Befehlshaber. Ihnen obliegt eine große Verantwortung, da sie den Zug aufstellen und anführen. Außerdem verkünden sie die Reichsordnung sowie das Todesurteil der Sommervogelräuber. Nach Ankündigung des Stadtarrests durch die Geißelläufer haben der Zugführer sowie der Platzmajor das Recht und die Pflicht, die Verhaftung im Namen des Venezianischen Reiches aus zusprechen. EMail: Platzmajor@Narrengericht.eu
Die Furiere im schwarzen Frackanzug und schwarz-rotem Hut mit weißer Feder agieren als Gerichtsschreiber. Sie sind dafür verantwortlich, dass niemand das Gerichtsgebäude ohne gültigen Pass verlässt. Wenn der Vogt sie aufruft, in die laufende Gerichtsverhandlung einzugreifen, lesen sie den schönsten Pass, den sie immer für diesen Zweck bereithalten, vor. Beim Wassertod der Sommervogelräuber erheben sie die Anklage. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die grünen Husaren sind die Leibwache des Narrenvogts und halten sich demzufolge immer in dessen Nähe auf. Sie schützen das Gerichtgebäude vor Übergriffen und führen die verurteilten Delinquenten auf die Pritschenbank. Nach der "Kur" werden die Missetäter erneut von den grünen Husaren vor den Kadi gebracht. Wie der Name besagt, besteht ihre Uniform aus grüner Jacke, grünem Tschako und schwarzer Hose. Sicherheitshalber sind sie mit einem-Holzsäbel bewaffnet. EMail: Husaren@Narrengericht.eu
Die Heiducken tragen als ausführende, höhere Polizeigewalt schicke Husarenuniformen. Die Jacke ist orangefarben, die Hose weiß, der Tschako gelb- weiß. Ihre Aufgabe ist die Besseren, das heißt die Schwerbelasteten, wie Pfarrer, Bürgermeister, Landrat und dergleichen, sicherheitshalber an einem seidenen Faden symbolisch festzubinden, damit der Delinquent nicht ausreißen kann. Die Heiducken oder auch Heudoggen genannt, benehmen sich edel aber streng in jeder Handlung. Sie sind auch diejenigen, die den Wassertod der Sommervogelräuber einleiten und ausführen. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die Magistrate sind wie der Vogt in eine schwarze Robe mit breitem, weißem Schulterkragen und silberfarbenem Spitzhut mit schwarzem Rand gekleidet. Jedoch fehlen ihnen im Gegensatz zum Narrenvogt das Sommervogelemblem am Hut sowie das Zepter. Als Gerichtsherren decken sie selbst die verdecktesten Untaten, auch jene, welche außerhalb des Venezianischen Reiches begangen wurden, schonungslos auf. Der Ratschlag, den sie jederzeit an den hochgrobgünstigen Vogt richten können, ist stets klug und weise. Aufgrund ihrer Klugheit genießen die Magistrate im Venezianischen Reich ein hohes Ansehen. EMail: Magistrat@Narrengericht.eu
Die Doktoren sind mit schwarzem Frackanzug vornehm gekleidet. Um ihrer Doktorwürde zusätzlich Ausdruck zu verleihen, tragen sie eine rote Schärpe und setzen den Zweispitz quer auf das Haupt. Sie haben die Aufgabe, während der Gerichtsverhandlung bei begründetem Verdacht, auf Befehl des Vogts, die Delinquenten auf ihren körperlichen sowie geistigen Zustand zu untersuchen. Das Ergebnis sowie Heilungsempfehlungen sind dem Gericht vorzutragen, damit nur an voll schuldfähigen Personen ein Urteil vollstreckt werden möge. Auch untersuchen sie den Krauthafen hinsichtlich seiner Genießbarkeit. Auch sie sind sicherheitshalber mit einem Säbel bewaffnet. EMail: Info@Narrengericht.eu
Der Redmann macht im schwarzen Frackanzug und dem ebenfalls schwarzen Zweispitz als Kopfbedeckung einen vertrauenserweckenden Eindruck. Da er die Angeklagten als Advokat bei den Gerichtsverhandlungen vertritt, ist er wie die Doktoren stets bestens im Bilde, um nach Konsultation der Delinquenten noch zu retten, was zu retten ist. Da die Höchststrafe vor dem Venezianischen Gericht "1/3 des Kopfes und zweimal das halbe Leben" beträgt, darf seine Wichtigkeit nicht unterschätzt werden. Schon so manches, fast sichere Todesurteil soll durch das kluge und umsichtige Handeln des Redmannes noch abgewendet worden sein. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die Majore in Offiziersuniform (schwarzer Rock mit dunkelrotem Brustteil, schwarze Hose, Zweispitz) führen mit ihrem Degen bewaffnet, respektgebietend das Amt des Anklägers bei den Gerichtsverhandlungen. Sie legen alle Missetaten, die im Venezianischen Reich begangen wurden, schonungslos dar. EMail: Major@Narrengericht.eu
Die Geiger zählen zu den drolligen Gassenrollen. In ihrem bunten, mit Fransen besetzten Kostüm und mit dem zylinderförmigen Hut mit Federbusch, wirken sie närrisch und erheiternd; auf dem Rücken tragen sie Puppen. Sie geigen den ganzen Tag, auch wenn die Saiten springen. Ihnen ist es gestattet, von ihren schönen Melodien dann und wann den Herrschaften eine gute "Brise" anzubieten, auf dass das Spiel durch ihr lebendiges, witziges und kluges Verhalten bereichert und verschönert wird. Ihr Hut ist mit Zeitungsausschnitten "tapeziert". EMail: Gassenrollen@Narrengericht.eu
Die Grenadiere treten soldatisch auf und sind mit Holzgewehren schwer bewaffnet. Sie tragen schwarze Uniformen; das Koppel und die gekreuzten Schulterriemen sind weiß. Ihre Aufgabe ist es, vor dem Gerichtsgebäude wache zu halten und somit dieses vor Übergriffen zu schützen. Sie losen sich stündlich oder halbstündlich ab. Abgelöste Grenadiere marschieren mit dem Zug mit oder ordnen sich vor dem Gerichtsgebäude in den Zug ein. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die Stubenklepfer müssen sehr darauf bedacht sein, den Versuchungen, die an sie herantreten, standzuhalten. Sie dürfen keinesfalls dulden, dass jemand zweimal einer Verhandlung beiwohnt, auch darf beim Auf- und Zuschließen des Gerichtssaals die Verhandlung nicht gestört werden. Sobald die Glocke ertönt, darf niemand mehr herein oder hinaus. Dann hat sich alles an die Hausordnung zu halten und muss ruhig sein. EMail: Info@Narrengericht.eu
Der Fähnrich, in Uniform der roten Husaren, trägt würdevoll die Standarte! An die Stelle der uralten, verschlissenen Fahne trat im Jahre 1967 eine weiß-rote Standarte. Sie zeigt auf der weißen Seite das Wappen der Stifter des Narrengerichts, der Herren von Bubenhofen, und auf der roten Seite das Gemeindewappen. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die roten, blauen und schwarzen Husaren verschönern und beleben das farbenprächtige Bild des Zuges. Überall greifen sie ein, wo es Not tut, besonders beim "Einführen" der Damen. Sie bewahren ihre Haltung den ganzen Tag, auch wenn sie größten Versuchungen ausgesetzt sind. Sie widerstehen auch dann noch, wenn sie von den Damen zum Zurückbleiben in einem Lokal aufgefordert werden. Mit einem Säbel bewaffnet ist ihr Aufmarsch Ausdruck der streitbaren Macht des Venezianischen Reiches. EMail: Husaren@Narrengericht.eu
Die Metzger und Bäcker in Arbeitskleidung erinnern an die Handwerkszünfte. Sie sorgen für das leibliche Wohl der erlauchten Bewohner und Gäste. Der Handels- und Krämergeist, der im Spiel notwendig ist, soll nur der Volksbelustigung dienen. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die Tiroler stehen im Mittelpunkt. Sie schachern, hasten, singen und pfeifen. Sie haben sich ebenfalls streng an die Gesetze des Venezianischen Adels zu halten und bleiben auch beim Zuge. Es ist ihnen gestattet, ihre Waren im Sinne der Volksbelustigung zu veräußern. Sie dürfen auch in den Lokalitäten ihre Sachen mit Witz und Tücke an den Mann bringen. Da die Tiroler meist durch musikbegabte Söhne des Hohen Venezianischen Adels dargestellt werden, ist es ihnen erlaubt, durch einen Gesangsvortrag die Zuschauer zu unterhalten. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die Gärtner sind wie die Tiroler in blumengeschmückte Trachtenanzüge gekleidet. Sie tragen den Blumengarten an ihrer Ausrüstung mit und sind mit Blumen, Palmen, Rosen und Vergissmeinnicht behangen. Sie legen einen venezianischen Garten an und versuchen, mit ihrem Benehmen die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich zu lenken. Ihre Angebotspalette erstreckt sich auf Scherzartikel, Blumen und Samen. EMail: Info@Narrengericht.eu
Die Jäger in Waidmannstracht deuten den Wildreichtum des Venezianischen Reiches an. Mit Hilfe ihrer in die Luft gefeuerten Gewehrschüsse gelingt das Einfangen der Sommervogelräuber. EMail: Info@Narrengericht.eu
Eine besondere Stellung im Spiel nehmen die Räuber ein. Diese vermummten, furchterregenden Gestalten laufen nicht im Zug mit. Ihr verwegener Auftritt beginnt mit dem größtmöglichen Verbrechen, dem Sommervogelraub, und endet dementsprechend mit dem "Wassertod“. EMail: Info@Narrengericht.eu
Den Schluss des farbenprächtigen Zuges bilden die Profosen. Ihre schwarzen Uniformjacken mit gelbem Besatz, ihre gelben Hosen, der schwarze Zweispitz und ihr Säbel als Bewaffnung lassen ihre Funktion als Ordnungshüter mit Polizeigewalt deutlich erkennen. Mit diesem respekteinflößenden Auftreten zeigt der Profos unmissverständlich und klar, dass er der starke Mann im Spiel ist. Ihm obliegt die "sture Verantwortung" dafür, dass kein Mitspieler aus der Rolle fällt oder in einem Lokal sitzen bleibt. EMail: Info@Narrengericht.eu